Das Endspiel um den deutschen Fußballpokal werden am 17. August der HSV und Eintracht Frankfurt bestreiten, nachdem die Offenbarer mit ihren Protestversuchen keinen Erfolg hatten. Gegen Düsseldorf als Austragungsort sträubt sich noch der HSV. Die Offenbacher Kickers haben gegen die Hamburger 0:1 verloren. Ein Strafstoß war entscheidend. Dieser Strafstoß. war, worüber sich die sachkundigen Beobachter des Treffens einig sind, auf Grund einer falschen Entscheidung des Schiedsrichters gefallen. Dochob falsch, ob richtig, eine "Tatsachenentscheidung" bleibt bestehen, kann nicht am grünen. Tisch geändert werden; und das ist aus mancherlei Erfahrung eine gute Regelung im Sport. Der Schiedsrichter hat sich geirrt. Die Offenbacher Vereinsfanatiker freilich schimpfen: der Schiedsrichter habe sie "verschoben".

Noch lauter haben die Spieler und Fans von Bayern München gezetert. Bayern München war gegen Eintracht Frankfurt 2 : 3 unterlegen, wobei ebenfalls ein Strafstoß, in der letzten Spielminute, den Ausschlag gab. Münchens Torwart Maier und vor allem "Kaiser Franz" Beckenbauer offenbarten dem Schiedsrichter gegenüber ihr deftiges Vokabular. Beckenbauer baute allerdings sofort vor: "Was ich hier sage, das sage ich als Journalist", so kommentierte er seine Kritik am Schiedsrichter im besonderen und am Deutschen Fußballbund im allgemeinen. Auch als Journalist, nämlich als Herausgeber einer Stadion-Gazette in München, konnte der Fußballspieler Beckenbauer dann freilich nicht umhin, sich beim DFB zu entschuldigen, wobei man sich auch rasch einig wurde, daß ein Wort wie "Verbrecher" natürlich nie gefallen sei. Warum aber überhaupt die Worte der Wut? Nun, dem Verein, der als Pokalsieger in die Europarunde kommt, winkt ein Millionengeschäft, wobei für die Spieler keine kleinen Summen abfallen. Da ist der Zorn der Verlierer eben heftig.