"Billig, billig", schrieben wir vor zwei Wochen (Nr. 27/74) in einer kleinen Glosse, könne Lebensmittel einkaufen, wer es den kundigen Bonner Bundesbeamten gleichtun und ausgelagerte Bestände der Bundeswehr erwerben wolle. Als Beispiel wurde eine Zweieinhalbpfund-Dose Gulasch erster Qualität genannt, die für 5,89 Mark zu haben ist.

So klein dieser Hinweis auch war – er hat doch bewirkt, daß man in den Standort-Verwaltungen der Bundeswehr nicht mehr besonders gut auf die ZEIT zu sprechen ist. "Wir wissen von nichts, bei uns können Sie nichts kaufen", erfuhr ZEIT-Leser Müller von einer Standort-Verwaltung bei Hamburg. Und ZEIT-Leser Jahn aus München mußte sich gar den schwäbischen Gruß anbieten lassen. Er sei "schon der Tausendste, der hier bei uns anruft", hieß es höchst ungehalten bei der befragten Standort-Verwaltung.

Doch auch wenn Sie mit Zitaten aus dem Götz von Berlichingen empfangen werden: Lassen Sie sich nicht abwimmeln; bleiben Sie hartnäckig. Die Inflation nagt jedem Familienvater am Geldbeutel, und billige Einkaufsquellen sind selten geworden. 25 000 bis 35 000 Tonnen vorzüglicher Lebensmittel aus Bundeswehr-Beständen warten Jahr für Jahr darauf, auf andere als nur auf Beamten-Tische gebracht zu werden. pl