Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

"Artur Schnabel spielt Franz Schubert" (Sonaten Nr. 18 D-dur, Nr. 21 A-dur, Nr. 22 B-dur); Electrola 1 C 147-01557/58 M D (Aufnahmen von 1937 bis 1939), 29,– DM

Wenn Artur Schnabels Bericht wörtlich zu nehmen ist, dann war im Wien der Jahrhundertwende selbst unter Musikern unbekannt: daß Mozart Klavierkonzerte, daß Beethoven eine Hammerklaviersonate und Diabelli-Variationen, daß Bach Goldberg-Variationen, daß Schubert Klaviersonaten geschrieben hat. So war Schnabel wohl der erste Pianist der jüngeren Zeit, der von Schubert nicht nur Impromptus, sondern auch die Sonaten spielte. Zumal in der postumen B-dur-Sonate zeigt sich der Melodiker Schnabel mit seinem so singenden wie introvertierten Klavierton – trotz Erdmann und Kempff und Haskil – als Schubertspieler von einsamem Rang.

Richard Strauss: "Tondichtungen"; Wiener Philharmoniker, Dirigent: Clemens Krauss; Decca SWA 25119-D/1-7, 69,– DM

Zum zwanzigsten Todestag von Clemens Krauss hat Decca ihre Strauss-Aufnahmen, die Krauss zu Beginn der fünfziger Jahre mit den Wiener Philharmonikern gemacht hat, in einer Sieben-Platten-Kassette zusammengefaßt. Gerade in aufwendigen Stücken wie dem "Heldenleben" zeigt sich des Dirigenten fast kammermusikalische Noblesse auf exquisite Weise. Es war mehr als nur eine Eloge, wenn Strauss einst erklärte, niemand dirigiere seine Musik besser als Clemens Krauss.

Nach Möglichkeit:

Anton Dvořák: "Legenden op. 59"; London Philharmonie Orchestra, Dirigent: Raymond Leppard; Philips LY 6500188, 25,– DM