Diplomatische und militante Signale wurden im Nahen Osten ausgetauscht. Israels Ministerpräsident Rabin erklärte sich bereit, mit Ägypten als nächsten Schritt zur Konfliktlösung eine Art Grundlagenvertrag abzuschließen und zur Genfer Friedenskonferenz "gemäßigte Palästinenser" innerhalb der jordanischen Delegation zu akzeptieren. Eine totale Räumung des besetzten syrischen Golangebietes lehnte er dagegen strikt ab. Ebenso weigerte er sich, einem Entflechtungsvertrag nach dem Modell vom Suezkanal und den Golanhöhen mit Jordanien zuzustimmen. Statt dessen schlug Rabin eine Demilitarisierung an den Jordanufern vor.

Nach dem jüngsten israelischen Luftangriff auf Freischärlerbasen und Flüchtlingslager im Libanon, sagte die Fatah – die größte Organisation in Beirut – erneut zu, künftig keine Terroraktionen mehr vom libanesischen Territorium aus zu starten. Zweifelhaft ist, ob sich auch die anderen Guerilla-Gruppen an diese Stillhaltevereinbarung halten. In einem Lager in der Nähe Beiruts kam es zwischen zwei rivalisierenden Partisanen-Einheiten zu Schießereien; dabei wurden zwanzig Untergrundkämpfer getötet. Inzwischen hat der Libanon auch das Waffenangebot Ägyptens und Syriens abgelehnt – aus Sorge vor israelischen Gegenschlägen.