Studenten und Schüler, das gehört schon fast zum Image, sind ständig in Finanznot, weil der elterliche Scheck nicht zum Nötigsten reicht und/oder auch das Stipendium für gewisse essentielle Extras keinen Pfennig übrig läßt. Also gehen sie, vor dem Kauf des Plattenspielers oder dem Antritt der geplanten Asienreise, erst einmal auf Jobsuche. Aber nicht wenige werden enttäuscht: Sie finden sich in schlechten, unterbezahlten Jobs wieder, im Ernstfall sehen sie sich oft um die Versicherung betrogen, und manchmal sogar um ihren Lohn.

Erst informieren, dann jobben, ist das Motto eines – diese Prophezeiung darf man wagen – unentbehrlichen Ratgebers für alle Ferien-Hand- und -Kopfarbeiter in spe.

Christoph Lindenmeyer, Der Ferienjob, Wilhelm-Heyne Verlag München, 110 Seiten, 2,80 Mark

verrät künftigen Au-pair-Töchtern, wie sie sich vor Ausbeutung schützen können, und Tabakpflückern in Kanada, was an körperlichen Belastungen auf sie zu kommt. Der Verfasser, selbst ein "Uraltjobber" und "alter Hase im Zweitberuf" (wenn auch mittlerweile in längerfristigem Lohn und Brot), weiß wovon er spricht, wenn er zum eher konventionellen Vorgehen rät: zum Abfassen schriftlicher Arbeitsverträge etwa oder zum peinlich genauen Beachten der Versicherungs- und Steuervorschriften aller Länder. Er warnt vor den Tricks mancher Vermittlerfirmen und den Nachlässigkeiten von Arbeitgebern, gibt Tips, wie man kostspielige USA-Programme vorfinanzieren und hinterher abzahlen kann und verzeichnet sämtliche Kontaktadressen. B. v. J.