Zunehmende Spannungen mit Zypern und der Türkei haben zu einer Regierungskrise in Athen geführt. Nachdem am Wochenende bereits zwei hohe Beamte des griechischen Außenministeriums zurückgetreten waren, tat Außenminister Tetenis am Montag den gleichen Schritt. Er begründete dies mit den wachsenden Schwierigkeiten und der zunehmenden Einmischung der Militärs.

Unterdessen hat der zyprische Erzbischof Makarios dem Athener Militärregime vorgeworfen, es versuche auf dem seit 14 Jahre bestehenden Inselstaat eine "unerwünschte Diktatur" einzuführen und die von griechischen Offizieren kommandierte 10 000 Mann starke Nationalgarde zu einer Art "Besatzungstruppe" werden zu lassen. Er forderte die Abberufung der 650 Offiziere, denen er aktive Unterstützung der progriechischen Partisanenbewegung EOKA-B vorwarf.

Zur gleichen Zeit vergrößerte sich die Möglichkeit von Zwischenfällen im Ägäischen Meer, da Ankara ungeachtet der Athener Proteste die Ölsuche nahe der Insel Lesbos unter militärischem Schutz fortsetzen will.