Die zweitägigen deutsch-französischen Konsultationsgespräche sind am Dienstag in völliger Übereinstimmung in allen behandelten Fragen beendet worden. Bundeskanzler Schmidt erklärte vor der Presse, es gebe keinerlei zweiseitigen Probleme, "die überhaupt der politischen Erwähnung für wert befunden werden sollten". Er begrüßte die sich jetzt deutlich abzeichnende "Parallelität" der wirtschaftlichen Entwicklung in beiden Ländern.

Der französische Staatspräsident Giscard d’Estaing unterstrich, daß der "Loreleyfelsen der Inflation" umschifft werden müsse, wenn die Europäische Gemeinschaft nicht scheitern solle. Danach könne der europäische Gedanke wieder belebt werden. Beide Seiten halten eine europäische Gipfelkonferenz für nützlich, stimmen aber überein, daß sie sorgfältig vorbereitet werden und konkrete Ergebnisse erwarten lassen müsse.

Die Fachminister behandelten Fragen einer gemeinsamen Energiepolitik, innerer Sicherheit und der Verbesserung der EG-Arbeit. Der begonnene Dialog mit den arabischen Staaten wurde als "ermutigend" gewertet. Schmidt und Giscard hoben mehrfach ihre freundschaftlichen Beziehungen hervor. Die daraus erwachsende gute Zusammenarbeit komme als "Schlußstein" der gesamten EG zugute.