Wenn Sie Schallplatten kaufen, dann – Unbedingt:

Wolfgang Amadeus Mozart: "Klavierkonzert G-Dur KV 453" und Ludwig van Beethoven: "Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19"; Friedrich Gulda und sein Klassisches Orchester, Dirigent Paul Angerer; Amadeo AVRS 19024 St, 10,– DM

Jahrelang war die Platte verschollen, jetzt ist sie zu niedrigem Preis wiedererschienen. Mozarts G-Dur-Konzert erklingt hier so appollinisch, so subtil, so geschmeidig wie selbst nicht in Serkins, Rubinsteins oder Brendels Aufnahmen. Außerdem zeigt das "Klassische Orchester" unter Angerer zwar nicht ganz exquisite Kultiviertheit, aber einen sehr sympathischen Sinn für Mozartische Sensibilität und Kantabilität.

Nach Möglichkeit:

Gustav Mahler: "Sinfonie Nr. 1 D-Dur"; London Symphony Orchestra, Dirigent: Jascha Horenstein; Importplatte Unicorn RHS 301, 25,– DM

Horenstein-Aufnahmen sind hierzulande fast unbekannt; als Geheimtip wird bei uns der Name des Russisch-Amerikaners vor allem genannt, wenn von Bruckner- oder Mahler-Dirigenten die Rede ist. Um 1970, kurz vor seinem Tod, hat Horenstein in London noch einmal Sinfonien von Mahler aufgenommen. Er ist einer der hochexpressiven Mahler-Interpreten alter Schule, ohne dabei – wie etwa Bernstein – dem platt Gefühlssüchtigen zu verfallen.

Joseph Haydn: "Streichquartette op. 50 Nr. 1 B-Dur und Nr. 2 C-Dur"; Tokyo String Quartet; Deutsche Grammophon Gesellschaft 2530440, 25,– DM