Die unteren und mittleren Einkomkommensklassen in der Bundesrepublik werden vom 1. Januar 1975 an steuerlich entlastet. Ein Kompromiß zwischen den Bundestagsfraktionen schlichtete den wochenlangen Steuerstreit und sicherte den ursprünglich vorgesehenen Termin der Steuererleichterungen. Einzig das Kindergeld – 50 Mark für das erste Kind, 70 für das zweite, 120 für das dritte war schon vorher unumstritten.

  • Die Sonderausgaben werden erhöht und dabei wie bisher vor der Versteuerung vom Einkommen abgezogen. Erst die verbleibende Summe wird versteuert. Hier setzte sich die Opposition ebenso durch wie bei der
  • Verdoppelung des Arbeitnehmerfreibetrages auf 480 Mark.
  • Der Spitzensteuersatz steigt von 53 auf 56 Prozent unter Fortfall der Ergänzungsabgaben.
  • Die Vermögensteuer wird für natürliche Personen von 0,5 auf 0,7 Prozent, für juristische Personen von 0,7 auf 1,0 Prozent erhöht. Bei den Höherbesteuerungen gab die Opposition nach.

Die staatlichen Belastungen werden auf 13 Milliarden Mark pro Jahr geschätzt.