Alle vier Wochen treffen sich die Bewohner in einer der acht Wohnungen und besprechen alles, was in so einem Haus anfällt. Die Initiative dazu ging von Dorothee H. aus. Und alle 14 Tage kommen die Frauen zusammen und spielen Canasta. Frau H. macht sich nicht viel aus Canasta, aber sie möchte mit den Leuten im Haus gut auskommen. "Man braucht sich doch", sagt sie, "wenn zum Beispiel einer krank wird, ruft er bei mir an, das haben wir so verabredet. Dann überlegen wir, wer die Pflege übernimmt, die Hausarbeit, die Kocherei, das Einkaufen. Gerade in solchen Krankheitsfällen zeigt sich, was eine gute Hausgemeinschaft wert ist."

Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten, darüber ist so oft geredet worden, daß man völlig vergißt, welche Chancen diese Hausfrauen doch auch haben. Sind sie nicht – wenn man ihre Situation einmal ohne Vorurteile betrachtet – die ersten Gewinner unserer technischen Zivilisation?

Einige nutzen dieses Privileg nach Kräften aus. Daneben wächst aber die Zahl der Hausfrauen, die darüber nachdenken, was man verändern müßte, um auch den Männern etwas von diesem Kapital an Zeit und an Unabhängigkeit zukommen zu lassen, das sie bereits besitzen.