Papier-Krieg

Zwischen den Eisenbahnarbeitern und der Volksmiliz in Shenyang, der Hauptstadt der Provinz Liaonin und dem Sitz des militärischen Hauptquartiers im nordöstlichen China ist ein Wandzeitungs-Krieg ausgebrochen. Wie es heißt, werfen die Eisenbahner der Miliz "Grausamkeiten" gegen politische Aktivisten vor, die fälschlicherweise als Linksextremisten dargestellt würden. Der in den Wandzeitungen ausgetragene Streit unterscheidet sich von den auch in anderen Teilen Chinas zu beobachtenden politischen Auseinandersetzungen durch eine besonders gehässige Sprache.

Kissinger Steak

Henry Kissinger ist in Jerusalem eine neue Ehre widerfahren: Im deutschen Viertel von Jerusalem wurde soeben ein "Kissinger Steak House" eröffnet. Es ist freilich ein kleines, ganz gewöhnliches Lokal, in dem noch nicht einmal ein Bild des großen Henry an der Wand hängt. Immerhin: Das Restaurant liegt zumindest an der Straße mit dem würdigen Namen "Tal der Giganten".

Hilfe für Diktaturen

Der amerikanische Senator Alan Cranston hat festgestellt, daß zwei Drittel der von Präsident Nixon beantragten Auslandshilfemittel für das Jahr 1975 an undemokratische Regimes gezahlt werden. Von den 94 Ländern, die an dem 7,5-Milliarden-Dollar-Programm teilhaben sollen, stehen 57 unter einer Ein-Mann- oder Ein-Parteien-Diktatur oder unter Polizeiherrschaft. 18 der mit Dollars belieferten Regierungen bezeichnen sich selber als Militärdiktatur. Die undemokratischen Staaten erhalten insgesamt 5,1 Milliarden Dollar Auslandshilfe. Die Hauptempfängerländer sind: Südvietnam (2,4 Milliarden Dollar), Kambodscha (551 Millionen), Griechenland (71 Millionen), Chile (85 Millionen), Ägypten (253 Millionen), Brasilien (70 Millionen), Jordanien (238 Millionen), Korea (416 Millionen) und Indonesien (221 Millionen).

Verfeindete Mondmänner