• Die neue Lohnrunde beginnt schon im Herbst mit der Stahlindustrie. Wie beurteilen Sie die wirtschaftlichen Voraussetzungen für diese Lohnrunde?

Markmann: In der Stahlrunde herrschen außergewöhnlich günstige Bedingungen, was die Lohnforderungen der IG Metall angeht. Der Stahl ist einer der Sektoren, der von der Konjunktursonne noch hell beschienen wird, und ich könnte mir vorstellen, daß auch die Forderungen der IG Metall entsprechend ausfallen werden.

  • Würden hohe Abschlüsse in der Stahlindustrie nicht eine Signalwirkung für die gesamte nächste Lohnrunde haben?

Markmann: Das glaube ich kaum. In vielen anderen Sektoren herrschen andere Voraussetzungen.

  • In welchem Rahmen könnten sich nach Ihren Berechnungen die kommenden Tarifabschlüsse bewegen?

Markmann: Zahlen kann man zum heutigen Zeitpunkt für die um den Jahreswechsel einsetzenden "großen Lohnrunden" (Metallverarbeitung und öffentlicher Dienst) noch gar nicht nennen. Die Indikatoren, die man bis jetzt kennt, deuten auf eine gespaltene Konjunktur hin. Um zu sagen, es müssen X Prozent gefordert werden und Y Prozent letzten Endes herauskommen, ist es noch zu früh.

  • Welche Auswirkungen kann die Steuerreform haben?