Präsident Nixon gab am Montag eine Erklärung zur Watergate-Affäre ab, in der es unter anderem heißt:

"Ich habe heute meine Rechtsanwälte angewiesen, die Niederschriften von drei Gesprächen, die ich am 23. Juni 1972 mit (dem damaligen Stabschef des Weißen Hauses) H. R. Haldeman führte, dem Rechtsausschuß des Repräsentantenhauses zu übergeben. Die Niederschriften werden von mir veröffentlicht. Die Tonbänder von diesen Gesprächen habe ich in Übereinstimmung mit der Entscheidung des Obersten Gerichtshofes an Richter Sirica übergeben.

Am 29. April, als ich meine Entscheidung bekanntgab, den ersten Teil der Niederschriften des Weißen Hauses zu veröffentlichen, hatte ich erklärt, daß ,dieses Material alles aussagen wird, was der Präsident bezüglich Watergate und der Verschleierung wußte und tat‘.

Kurz danach, im Mai, habe ich bei einigen der 64 auf Tonband aufgezeichneten Gespräche, die unter Strafandrohung von dem Sonderstaatsanwalt angefordert worden waren, eine Vorprüfung vorgenommen. Unter den Gesprächen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt anhörte, waren zwei vom 23. Juni. Obwohl ich erkannte, daß diese möglicherweise Probleme aufwerfen könnten, habe ich davon weder meinen Stab noch meinen Anwalt informiert, und auch jene nicht, die mit meinem Fall befaßt waren ...

Das Resultat ist, daß diejenigen, die mit meinem Fall befaßt waren, und jene, die über den Fall urteilen, dies mit Informationen taten, die unvollständig und in gewisser Hinsicht falsch waren. Dies war ein ernstlicher Unterlassungsakt, für den ich die volle Verantwortung übernehme und den ich tief bedaure ... Teile der Bänder von jenen Gesprächen am 23. Juni stehen in Widerspruch zu einigen meiner früheren Erklärungen ...

Es ist höchst unwahrscheinlich, daß die Überprüfung bis zum Beginn der Debatte im Repräsentantenhaus abgeschlossen ist. In diesem Stadium scheint jedoch die Abstimmung über das Impeachment im Repräsentantenhaus, so wie die Dinge praktisch liegen, ein bereits im voraus gefaßter Beschluß zu sein, so daß die Angelegenheit zum Prozeß an den Senat gehen wird ...

Ich weiß, daß dieses zusätzliche Material, daß ich jetzt zur Verfügung stelle, schädlich für meinen Fall sein kann, besonders, weil sich die Aufmerksamkeit auf Einzelheiten richten wird und nicht auf das Beweismaterial in seiner Gesamtheit... Was für Fehler auch immer ich in der Watergate-Angelegenheit gemacht habe, es bleibt die Grundwahrheit bestehen, daß ich, als ich auf alle Fakten aufmerksam gemacht wurde, auf einer umfangreichen Untersuchung und auf einer Strafverfolgung der Schuldigen bestand.

Ich bin fest davon überzeugt, daß der Bericht in seiner Gesamtheit den extremen Schritt des Impeachment und die Amtsenthebung eines Präsidenten nicht rechtfertigt."