Wieder Höchststrafe

Zum zweitenmal hat ein DDR-Gericht in der Prozeßserie gegen Fluchthelfer die Höchststrafe verhängt. Das Bezirksgericht Gera verurteilte den Westberliner Lothar Pfiffer wegen "staatsgefährdenden Menschenhandels" zu 15 Jahren Freiheitsentzug. Seit dem 11. Juli dieses Jahres sind 41 Bundesbürger und Westberliner zu insgesamt 287 Jahren Haft verurteilt worden – was einem Durchschnitt von sieben Jahren entspricht.

Erleichterungen für Araber

Die Innenminister der Länder haben gegen eine von der Bundesregierung beabsichtigte Lockerung der Einreisebeschränkungen für Araber keine Einwände. Der rheinland-pfälzische Innenminister Heinz Schwarz äußerte in einem Interview des ZDF, bei den Beschränkungen müsse künftig zwischen den einzelnen arabischen Staaten unterschieden werden. "Mit Ägypten haben wir normale außenpolitische Beziehungen wiederaufgenommen, mit Libyen sieht das anders aus. Solange dort die Attentäter von München sind und gefeiert werden, kann man sicherlich für Libyen nicht das gleiche in die Wege bringen."

Weniger Juden nach Israel

Die Einwanderung nach Israel ist in der ersten Hälfte dieses Jahres erheblich zurückgegangen. Während im Vorjahr zwischen Januar und Juli rund 30 000 Juden nach Israel einwanderten, waren es in diesem Jahr nur 19 500. Das Ministerium führte den Rückgang auf die Furcht vor einem neuen Nahostkrieg und auf die erschwerten Auswanderungsbestimmungen für sowjetische Juden zurück.