Gefährdete Arbeitsplätze und die Ölkrise veranlaßten viele Bundesbürger im ersten Quartal dieses Jahres zu Einschränkungen ihrer Ausgaben. Besonders nahmen sie sich die Appelle zur Einsparung von Energie zu Herzen. Die Ausgaben für Heizung und Licht gingen um 11,7 Prozent zurück. An den von Post und öffentlichen Verkehrsträgern festgesetzten Preisen kam auch der sparsamste Verbraucher nicht vorbei: Vielmehr sind die relativ starken Verbrauchszuwächse hier zum Teil darauf zurückzuführen, daß viele Autofahrer ihren Wagen stehen ließen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fuhren. Einer der Hauptleidtragenden der mäßigen Konsumfreudigkeit ist der Einzelhandel: Im Juni 1974 setzten beispielsweise Möbel- und Schuheinzelhandel 13 Prozent weniger als im Juni 1973 um.

Quelle: Statistisches Bundesamt