Ein roter Zettel quer über dem Schaufenster eines Ladens in Schleswig-Holstein: "Ferienzeit – Gartenzeit." Es war einer dieser vielversprechenden Läden mit dem Titel: "Alles für die Dame", "Alles für den Hund." Hier hieß es allerdings: "Alles für den Garten."

"Bitte, eine Maulwurfsfalle."

Vergebliche Bitte. Solange es uns an Läden gebricht, die den Titel: "Alles gegen den Maulwurf" tragen, haben wir dies Tier nach wie vor als nützliches Wesen zu betrachten, da es bekanntlich "Schädlinge" frißt. Daß sein Wühlen dem Rasen und den Pflanzen nicht bekommt, ist eine andere Sache.

Da haben wir es in Hamburg bei zwei großen, auf Land- und Gartenarbeit spezialisierten Geschäften probiert.

"Maulwurfsfallen? Nein, da müssen Sie ganz einfach Kaiserkronen pflanzen. Diese Blumen haben einen Geruch – da sind die Maulwürfe allergisch auf. Da geh’n sie weg, da verschwinden sie. Und dann sind Sie die Maulwürfe los."

Das war aus weiblichem Munde die Antwort im ersten Laden, wo wir so den Eindruck erhielten, "Kaiserkronen" hätten einen schlechten Geruch nicht für Menschen, sondern für Maulwürfe.

Kluge Tiere. Nützliche Tiere. Schade, eine Schande, sie umzubringen.