Ärger mit Unilever

Innerhalb weniger Stunden erlitt der Kurs der holländischen Unilever-Aktie einen Sturz um mehr als zehn Prozent. Anlaß: Trotz kräftiger Umsatzsteigerung sank der Gewinn im II. Quartal 1974 um 17 Prozent. Im I. Halbjahr 1974 verringerte sich der Gewinn gegenüber der Vergleichszeit des Vorjahres, um 4 Prozent. Damit ergibt sich ein Gewinn je Aktie von 9,65 (9,92) Gulden. Der Vorstand kündigt an, daß auch der Gesamtgewinn dieses Jahres niedriger sein wird als 1973. Damit wird das Ziel, eine jährliche Gewinnzunahme zu erwirtschaften, die über der jeweiligen Inflationsrate liegt, nicht erreicht

Wertpapier-Sparverträge abschließen

Die Baisse am deutschen Rentenmarkt Ist überwunden. Aller Voraussicht nach werden die Kurse festverzinslicher Papiere bis zum Jahresende steigen. Deshalb empfiehlt es sich, Rentenkäufe unter Beihilfe der staatlichen Sparförderung jetzt vorzunehmen und nicht bis zum Jahresende zu warten. Für viele wird der Abschluß prämlenbegünstigter Wertpapiersparverträge für 1974 zum letzten Male möglich sein. Denn ab 1. Januar 1975 werden nach dem Steueränderungsgesetz nur noch Personen mit staatlichen Sparprämien bedacht, deren steuerpflichtiges Einkommen 24 000 (Ledige) oder 48000 Mark (Verheiratete) nicht übersteigt. Diese Einschränkung gilt übrigens auch für bereits abgeschlossene Ratensparverträge, die ohne staatliche Prämie meist uninteressant werden dürften.