Duisburgs Polizei will nichts mit dem Tod des Bluters zu tun haben

Duisburg

Das Grab des Mannes, der erst nach dem Tod bundesweit bekannt wurde, liegt auf dem Duisburger Waldfriedhof. Sein Name: Günther Routhier. Todestag: 18. Juni 1974. Er starb dreizehn Tage nach einem Arbeitsgerichtsprozeß in Duisburg, bei dem es zu Tumulten gekommen war. Auf Flugblättern und in Broschüren klagen Routhiers Freunde und die KPD/ML die Duisburger Polizei "der Ermordung Routhiers" an. Denn in ihren Augen ist der Frührentner an den Folgen der polizeilichen Mißhandlung gestorben.

Die Polizei streitet jede Schuld ab. In einer Pressenotiz wehrt sie sich gegen die "teufliche Volksverhetzung" und weist darauf hin, daß Routhier

1. nach der Entlassung aus dem Polizeigewahrsam ohne fremde Hilfe den Heimweg antrat und

2. erst acht Tage nach den Tumulten im Gerichtssaal ein Krankenhaus aufsuchte. Es werde daher zur Zeit von der Staatsanwaltschaft geprüft, ob sich Routhier in der Zwischenzeit Verletzungen zugezogen haben könne.

Rote Rache