Charles Lindbergh, amerikanischer Luftfahrtpionier, starb im Alter von 72 Jahren an Lymphdrüsenkrebs. Lindbergh war im Mai 1927 als erster ohne Zwischenlandung von New York nach Paris geflogen. Die einmotorige "Spirit of St. Louis" schaffte die Strecke in knapp 34 Stunden.

Dimitrios Joannides, griechischer Brigadegeneral und die graue Eminenz des entmachteten Militärpolizeiregimes, ist in den Ruhestand versetzt worden. Der aus dem Exil in Kanada zurückgekehrte Linkspolitiker Andreas Papandreou hat die Regierung Karamanlis zur Strafverfolgung der früheren Regimemitglieder aufgerufen. Er begründete seine Forderung mit den "unmenschlichen Verbrechen" jener Militärs.

Hans Friderichs, Bundeswirtschaftsminister, flog am Dienstag zu einem zweiwöchigen Besuch nach Lateinamerika. In Mexiko, Ekuador und Brasilien will Friderichs über den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen verhandeln.

Haile Selassie I., Kaiser von Äthiopien, mußte einen weiteren Prestigeverlust hinnehmen. Die zwölf kaiserlichen Paläste wurden zu Staatseigentum erklärt, das zuständige Ministerium aufgelöst. Alle Paläste, außer der Residenz des Kaisers, sollen künftig Verwaltungszwecken dienen.

Das Verfahren zur Amtsenthebung Richard Nixons – durch seinen Rücktritt gegenstandslos geworden – ist offiziell beendet. Der Vorsitzende des Rechtsausschusses, Peter Rodino, übergab dem Plenum den Abschlußbericht des Ausschusses. Er enthält drei Anklagepunkte gegen den früheren US-Präsidenten: Behinderung der Justiz, Mißbrauch der Macht und Mißachtung des Kongresses. Das Repräsentantenhaus nahm den Bericht ohne Aussprache entgegen, da die Empfehlung zur Amtsenthebung darin nicht mehr enthalten ist. Über die Frage einer strafrechtlichen Verfolgung Nixons ist noch nicht entschieden.

Gerald Ford, neuer US-Präsident, wird 1976 "wahrscheinlich" eine volle vierjährige Amtszeit im Weißen Haus anstreben. Das bestätigte sein Pressesprecher ter Horst. Bei der Nominierung und nach der Ernennung zum Vizepräsidenten hatte Ford ein Interesse an der Präsidentschaft verneint.