Die IBM-Zentrale stellte die Gründung neuer Gesellschaften zurück. Umstrukturierungspläne bleiben erhalten.

Offenbar auch für die IBM Deutschland GmbH in Stuttgart überraschend wurde in der Weltzentrale der International Business Machines Corp. in Armonk bei New York Mitte Oktober eine Entscheidung gefällt: Man stellte die bereits sehr konkreten Überlegungen zurück, die auf die Gründung neuer Gesellschaften für die Textverarbeitung und die "Basis-Datenverarbeitung" (kleine Computer) des Konzerns abzielten.

Erst kurz vorher war die Zweckmäßigkeit einer Aufteilung der IBM-Aktivitäten in Belgien, der Bundesrepublik, Frankreich, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien und Kanada untersucht worden. Eine Studiengruppe unter Leitung des Präsidenten der IBM World Trade Europe/Middle East! Africa Corp., Frank J. Cummiskey, hatte darüber berichtet. Daraufhin wurde Ende September in das Handelsregister Stuttgart die IBM Deutschland Text- und Datensysteme GmbH eingetragen worden.

Wenn die US-Zentrale den Trend zur gesellschaftsrechtlichen Ausgliederung auch abstoppte, so bleibt es im Prinzip bei den Umstrukturierungsplänen: Die beiden schnell wachsenden Bereiche Text- und Basisdatenverarbeitung sollen "verstärkt ausgebaut", und ihre "organisatorische Selbständigkeit" soll "beschleunigt" herbeigeführt werden.

Kommentar aus der deutschen Konzernverwaltung in Stuttgart: "An der Marschrichtung ändert sich nichts, nur der Rechtsakt wurde aufgeschoben." Der Anfang wird mit der Bildung selbstverantwortlicher Unternehmensbereiche ("Divisions") gemacht. bö