"Fast nichts, was nicht geklärt werden könnte": dieses Resümee zog der Bonner Verteidigungsminister Leber am Ende der zweitägigen Gespräche mit seinem amerikanischen Kollegen Schlesinger. Zum Abschluß hatten beide am Dienstag ein Gefechtsschießen und eine Waffenschau in Munster/Lüneburger Heide besichtigt.

Leber zeigte sich sehr zufrieden über die amerikanische Absicht, zwei neue Brigaden in Deutschland aufzustellen. Zahlenmäßig werden die US-Truppen durch gleichzeitiges "Auskämmen" von Versorgungseinheiten etwa auf gleichem Stand gehalten; die Kampfkraft aber wird erhöht, nicht zuletzt durch Verstärkung der Artillerie.

Schlesinger verwies auf die Aufrüstung im Warschauer Pakt und forderte, daß die Nato-Partner ihre Verteidigungskraft im gleichen Maße erhöhen, um das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Nach Lebers Worten steigt der Investitionsanteil am Bonner Verteidigungsetat in diesem Jahr auf 31 Prozent, im nächsten auf 32.