Auch physisch tot

Zum erstenmal ist der frühere chinesische Staatschef Liu Schao-tschi von einer chinesischen kommunistischen Zeitung offiziell als tot erklärt worden. Damit bestätigten sich Gerüchte vom vergangenen Jahr, nach denen Liu an Nasenkrebs gestorben sein soll. Zwar erschien die Meldung bisher nur in der Hongkonger englischsprachigen Ta Kung Pao; es wird aber angenommen, daß dies ein Hinweis auf den möglicherweise bevorstehenden Nationalen Volkskongress ist, auf dem ein neues Staatsoberhaupt gewählt wird. Der letzte Volkskongreß fand 1964 statt, also vor der Kulturrevolution, in der Mao Tse-tung mit seinem Widersacher Liu Schao-tschi abrechnete. Liu galt seit seinem Sturz 1968 als "politisch" tot – und das, so die chinesisches Lesart, ist das einzige, was für das Volk relevant ist.

Brief gestohlen

In Washington ist eine Untersuchung eingeleitet worden, um den möglichen Diebstahl des Rücktrittsbriefes von Spiro Agnew aufzuklären. Wie sich jetzt herausstellte, ist das Schreiben des ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten spurlos verschwunden. Gemäß den Vorschriften war es an den Außenminister gerichtet worden. Es wird befürchtet, daß der Brief von einem Sammler entwendet wurde, der sich von dem historischen Stück großen Profit verspricht.

Gefährdete Hausfrauen

In Nordrhein-Westfalen sind 1973 erstmals mehr Menschen im Haushalt umgekommen als im Straßenverkehr. Durch Unfälle im häuslichen Bereich starben 4088 Menschen, zur gleichen Zeit kamen 3690 Verkehrsteilnehmer um. Die häufigste Unfallursache im Hause sind Stürze beim Gardinenabnehmen, Lampensäubern und Fensterputzen.

Schlaft länger, Spanier!