Denn das ist, neben der erdrückenden Schönheit der Landschaft, die sympathischste Offerte Tahitis und überhaupt der Südsee an den Besucher: ein beschaulicher, glücklicher Alltag von einer uns ungewohnten Leichtigkeit, in den man sofort einbezogen wird. Paul Gauguin, der zwölf Jahre lang keineswegs glücklich in Tahiti gelebt hat, stilisierte dieses tägliche Leben der Tahiti-Inseln zu Bildern, die den Mythos vom wiedergefundenen Paradies beschwören. Solche Bilder kann man täglich sehen und erleben, noch intensiver vielleicht auf Inseln, die zwar Flugverbindungen, aber keine Hotels haben, wo man bei den Bewohnern untergebracht wird: auf den Marquesas-Inseln Manihi, Takapoto, Hiva Oa (wo Gauguin begraben ist) und Ua Huka oder auf dem Tubuai-Archipel. Mit einem Boot kann man, wo es das Riff zuläßt, auch die unzähligen unbewohnten Inseln anfahren.

Hier, fern von Papeete, von Hotels und Tourismus, scheint ‚wirklich die Zeit stillzustehen, hier kann man vom Leben in paradiesischer Unschuld träumen. Ein Traum mit, zugegeben, ziemlich banalen, üblichen und kitschigen Ingredienzien: Sonne, Palmen, weißer Strand, glasklares Wasser, Früchte, Blumen, Fisch und Wein, lachende glückliche Menschen. Es ist dennoch gut zu wissen, daß es das gibt, und es einmal gesehen zuhaben.