Mit bitterer Ironie forderte der philippinische Außenminister Romulo die Delegierten der Welternährungskonferenz in Rom auf, zur Bekämpfung des Hungers zunächst einmal ihre eigenen Worte zu essen: deutliches Zeichen der Unzufriedenheit über zu vieles Reden und zu geringe Taten. Selbst über eines der vergleichsweise leichter zu lösenden Probleme, ein internationale; Informations- und Warnsystem für die Landwirtschaft, war bis zur Halbzeit der Mammuttagung keine Einigung zu erzielen, weil die Sowjets sich in der – uneingestandenen – Furcht vor Spionage gegen Erkundungssatelliten wandten.

Dennoch gab es am Montag ein erstes wichtiges Ergebnis: Die erdölproduzierenden Staaten einigten sich am Montag auf die Errichtung eines landwirtschaftlichen Investmentfonds, der bedürftigen Ländern Mittel für die Nihrungsproduktion zukommen lassen soll. Doch bestanden die Erdölländer auf der Beteiligung der Industriestaaten an diesem Fonds.

Die Bundesrepublik will ihren Beitrag zur Steigerung der Agrarwirtschaft in der Dritten Welt im nächsten Jahr von umgerechnet 185 auf 400 Millionen Dollar steigern.