Auch die SPD hat Probleme mit ihrem Kanzler-Kandidaten für 1976. Dirk Petersen, ein gewöhnlich gut informierter Genosse aus dem Führungskern der Partei, sagte dazu:

"Zumindest wissen wir, wie der SPD-Kanzler aussehen müßte, der für uns bei der nächsten Bundestagswahl die Kastanien aus dem Feuer holen soll." Ich blickte ihn fragend an.

"Bei den Wählern wird dann nur noch der starke Mann gefragt sein. Also muß er vom Typ her entschlossen, zupackend und dynamisch wirken und vor Energie nur so strotzen. Er sollte was von den Finanzen verstehen, womöglich selber mal so ein Ressort geleitet haben, dazu am besten noch ein anderes, sagen wir das Verteidigungsministerium ..."

"Also da wüßte ich einen ...", warf ich ein.

"Ich auch. Aber der ist bei den anderen. Was wir brauchen, ist ein Mann, der auch im Norden gut ankommt, vielleicht selber von dort stammt... Auch an Überzeugungskraft auf dem Bildschirm sollte es bei ihm nicht fehlen. Na, Sie wissen, ja, worauf es gerade jetzt bei den Wählern ankommt."

Ich nickte. "Und so einen Mann hat die SPD im Auge?"

Dirk Petersen machte ein undurchdringliche; Gesicht. Dann meinte et zögernd: "Vielleicht."