Die vor zehn Jahren von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gegen Kuba verhängten diplomatischen und wirtschaftlichen Sanktionen werden vorerst nicht aufgehoben, obwohl sich Peru, Argentinien und Panama gar nicht mehr daran halten. Nach viertägiger Debatte während der Außenministerkonferenz in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito wurde die notwendige Zweidrittelmehrheit von 14 Stimmen nicht erreicht.

Chile, Paraguay und Uruguay waren nach Quito gekommen, um gegen die von Venezuela, Kolumbien und Costa Rica beantragte Aufhebung des Embargos zu stimmen. Die Vereinigten Staaten, Brasilien und Nikaragua jedoch waren für Stimmenthaltung. Guatemala, Bolivien und Haiti schlossen sich am Montagabend dieser Haltung an, weil sich Kuba weiterhin in innere Angelegenheiten seiner Nachbarn einmische. Damit erhielten die Befürworter nur noch 12 von 21 Stimmen.

Brasilien, Chile und Uruguay schlugen vor, auf einer zweiten Konferenz in drei Monaten erneut über Kuba zu beraten.