Schlechte Aussichten

In den frühen achtziger Jahren wird der Durchschnittsbrite den gleichen Lebensstandard haben wie der Durchschnittsspanier. Diese ernüchternde Prognose hat soeben das Hudson Institute unter der Leitung des Futurologen Herman Kahn erstellt. In einer Untersuchung sagt das Institut voraus, daß Großbritannien der kranke Mann Europas sein wird, gleichgültig ob es nun in der Europäischen Gemeinschaft bleibt oder nicht. Auch das Vertrauen in bestimmte Mythen wie die Klugheit der Londoner Finanzexperten, die Widerstandskraft des politischen Systems oder den kommenden Reichtum aus dem Nordsee-Öl wird zunichte gemacht. Die künftigen Erträge aus dem Öl, so heißt es beispielsweise in der Vorhersage, seien schon jetzt so hoch beliehen, daß mit ihnen in den achtziger Jahren kein Staat mehr zu machen sein werde.

Rauch-Zeichen

Die Raucher werden immer jünger. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ermittelte in einer Untersuchung, daß bereits 36 Prozent aller Schüler regelmäßig oder gelegentlich rauchen. 69 Prozent der befragten Schüler haben schon einmal geraucht, bevor sie zwölf Jahre alt wurden. Im Durchschnitt stecken sich die Kinder mit zehn Jahren die erste Zigarette an. Geraucht wird zumeist heimlich: Elterliche Strenge begünstigt einen hohen Zigarettenkonsum.

Unsichere Sicherheit

Die amerikanische Kommission für die Sicherheit von Produktionsgütern hat eine harte Schlappe hinnehmen müssen. Sie sah sich gezwungen, 80 000 Anstecknadeln einzustampfen, die sie gerade erst hatte prägen lassen. Die Kommission gab zu, daß die Anstecknadeln zu scharfe Kanten haben, daß sie mit Farbe bemalt sind, die zuviel Blei enthält und daß die Nadeln zu schnell abbrechen und daher für Kleinkinder gefährlich sind. Mit den Plaketten sollte für sicheres Spielzeug geworben werden.

Nuntius gesucht