Beim Adventsrumpeln vermischen sich heidnische Vorstellungen vom Rumpeldipumpel wilder Geister mit Elementen des kindlichen Rumpelspielchens. Nicht zu verwechseln mit dem Weihnachtsrumpeln, bei dem überflüssige Geschenke (Gerumpel) ganz und gar unfeierlich in die Rumpelkammern geschafft werden.

Wandmalereien in den Bubendorfer Höhlen, die aus der mittleren (grauen) Vorzeit stammen, belegen, daß der Brauch des Aufhängens von Adventskränzen uralt ist. Hier muß Professor Schmöck widersprochen werden, der die Höhlenzeichnungen als Jungfernkranz-Kult interpretierte.

Auf der Alm gibt’s koa Zimt", sagt der Volksmund. Doch seit dem 15. Jahrhundert schätzen auch die Almbewohner Zimtsterne zur Adventszeit. Kehrten sie nach meilenweiter Wanderung endlich schwerbeladen vom Gewürzkrämer auf die Alm zurück, vergnügten sie sich beim Zimmet-Tanz, der heute leider nur noch von wenigen Zimptomanen beherrscht wird.

Joachim Schwedhelm