Räder werden weiter rattern. Vorerst wird es keine Schnellbahnen geben, die wie von Geisterhand getragen auf Magneten dahinhuschen. In Heidelberg, zwischen den Flughäfen im Rheinland oder in anderen deutschen Städten bleibt diese Vision eines futurologischen Nahverkehrs vorerst der Phantasie überlassen.

Das verdanken wir der Sparsamkeit der Bundesregierung. Für die Techniker und Beamten im Forschungsministerium hieß die Parole: "Fünfunddreißig Millionen Mark sind genug." So viel nämlich hat es etwa den Steuerzahler gekostet, jahrelang eine tolle Idee zu prüfen.

Mit Euphorie hatte es begonnen. Mit dem spitzen Rotstift wurde jetzt das Ende geschrieben. In utopischen Romanen und Zukunftsfilmen wird man weiterhin sausende Silberkabinen in blitzenden Röhren als bequemes Stadtverkehrsmittel sehen.

Aber bis zum Limit von dreihundert Stundenkilometer ist das gute, alte Rad besser. Mehr geht sowieso nicht im Nahverkehr. Selbst wenn Magnete, die solche Bahnen tragen und führen sollen, viele Vorteile bringen, sie müssen ungenutzt bleiben. Denn sie sind zu teuer.

Allenfalls über große Entfernungen kann eines Tages dieser technische Traum doch noch wahr werden. So schnell läßt eben Erfindergeist und beamtete Fürsorge für die Transportnöte der Zukunft nicht ab vom eifrigen Proben. Da schnelle Bahnen auf Luftkissen offenbar zu viel Energie brauchen und zu viel Lärm machen, gibt man der Magnetschwebebahn weiter eine Chance.

Konzentration nennt es die Administrative, die das Neue aus dem Steuersäckel fördert. Die betroffenen Firmen arrangieren sich. "Man muß sich anpassen" ist aus den Konstruktions- und Denkbüros in Bayern zu hören. Außerdem ist es sicherlich sinnvoller, spätestens dann ein Projekt abzubrechen, wenn sich herausstellt, daß die Richtung nur von den Reichen einzuhalten ist.

Dazu gehören wir alle nicht mehr. Und hier wird die eigentliche Trendwende erkennbar. Es ist vorbei mit dem Bau der rosaroten technischen Elefanten. Ob die Concorde je kommerziell gebaut wird, erscheint recht fraglich. Wir ziehen nun bei weniger spektakulären, aber ebenso von Hoffnung getragenen Technika nach.