Nach einer Amtszeit von 28 Monaten ist der japanische Ministerpräsident Tanaka am Dienstag zurückgetreten – unter "Schmach und Verwirmng", wie er es selbst formulierte. Gleichzeitig stellte er auch sein Amt als Vorsitzender der konservativen liberaldemokratischen Regierungspartei zur Verfügung. Der 56jährige Tanaka beugte sich dem Druck der Öffentlichkeit, die ihm vor allem "Amtsmißbrauch zur persönlichen Bereicherung" vorgeworfen hatte.

Tanaka will die Amtsgeschäfte des Regierungschefs noch so lange weiterführen, bis seine Partei sich auf einen geeigneten Nachfolger geeinigt hat. Als aussichtsreichster Anwärter gelten der 69jährige frühere Finanzminister Fukuda und der 64jährige derzeitige Finanzminister Onira.