Da die Regierenden in Bonn in diesem Jahr nicht mit dem Nikolaus gerechnet hatten, waren sie höchst überrascht darüber, was man ihnen alles in die Schuhe schob. Das muß der Nikostrauß getan haben.

Ein führender Liberaler wollte superschlau sein. Er stellte nicht, wie es brave Leutchen tun, einen Schuh aufs Fensterbrett, sondern zwei. Einen linken und einen rechten. Da ging er ganz leer aus. Ein christdemokratischer Musterknabe polierte seine Schuhe so blank wie sein Image. Kohlrabenschwarz. Und weil er so schön, dick aufgetragen hatte, bekam er einen Schmidt aus Schokolade zum Vernaschen.

Dem armen Apel steckte der Nikolaus eine Wünschelrute in den Stiefel, damit er neue Geldquellen aufspüren kann und nicht etwa auf den Gedanken kommt, die Bürger zu schröpfen.

Joachim Schwedhelm