Immer wenn das Riesenteleskop in Aricebo nicht benutzt wird, strahlt seine Antenne automatisch eine Nachricht zum Sternhaufen Messier 13. Sie ist eine Folge aus 1679 Impulsen, die in Abständen wiederholt wird. Sollten intelligente Wesen auf einem Planeten in jenem Sternsystem diese irdische Nachricht empfangen; dann werden sie – hoffentlich – auf die Idee kommen, daß 1679 das Produkt aus den beiden Primzahlen 23 und 73 ist, und deshalb die Signale in ein rechteckiges Schema bestehend aus 23 Spalten und 73 Zeilen ordnen. Die Impulse haben jeweils eine von zwei etwas unterschiedlichen Frequenzen, und wenn man die eine Frequenz als ein weißes und die andere als ein schwarzes Feld in das Schema einträgt, dann ergibt, sich das hier gezeigte "Astrogramm".

Wenn die intelligenten Wesen dieses Bild betrachten, dann – so hofft man weiter – werden sie alsbald begreifen, daß die obere Reihe von Symbolen von rechts nach links gelesen die Zahlen eins bis zehn in binärer Schreibweise darstellen. Mit diesem Rüstzeug liest man dann in der zweiten Reihe – ebenfalls. von rechts nach links die Zahlen 1, 6, 7, 8 und 15. Dies, so meinen die Verfasser, läßt jeden intelligenten Löser dieses kosmischen Puzzles leicht erraten, daß es sich hier nur um die Ordnungszahlen chemischer Elemente im Periodensystem handeln kann. Also stehen dort die Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Phosphor.

Warum gerade die, werden sich die Messier-Planet-Bewohner fragen, aber die folgenden Reihen geben darauf die Antwort – sofern man darauf kommt: Hier sind offensichtlich Chemikalien abgebildet, bestehend aus den obengenannten Elementen.

Da ist etwa die zweite Figur von links in der dritten Bildreihe. Was könnte es anderes sein sas Thymin, das wie aus der Figur leicht ersichtlich aus je fünf Atomen Wasserstoff und Kohlenstoff, je zwei Atomen Stick- und Sauerstoff hingegen aus keinem Phosphoratom besteht,

Wieso Thymin und wieso die anderen merkwürdigen Chemikalien? Nichts ist plausibler als das. Diese Stoffe nämlich sind die Bausteine des Moleküls; das jegliches Leben auf der Erde beherrscht, der Desoxyribonukleinsäure (DNS). Wie ein DNS-Molekül aussieht, ist auch mitgeteilt, diesmal freilich als regelrechte Abbildung: die Doppelhelix. Auf dem Astrogramm windet sie sich um eine große Zahl, nämlich die Zahl der Informationseinheiten, die in einem menschlichen DNS-Molekül enthalten sind,

Darunter ist ein Erdenmensch abgebildet. Flankiert wird er links von der Erdbevölkerungszahl vier Milliarden und rechts von einem Hinweis auf die Körpergröße des Menschen, 14mal de Wellenlänge, mit der diese Nachricht ausgestrahlt wird, also 14mal 12,6 Zentimeter (um es nicht gar so einfach zu machen, ist die Zahl 14 hier um 90 Grad gedreht worden). In der folgenden Reihe ist das Sonnensystem zu sehen, rechts die große Sonne und nach oben ein wenig herausgehoben die Erde,

Unten schließlich ist das Teleskop von Arioebo abgebildet, dessen Durchmesser ganz unten (wieder "gekippt") angegeben, ist: 2430mal die Wellenlänge 12,6 Zentimeter, also 306,18 Meter,