Es ist kein Buch, sondern ein dickes Ding mit schwarzbunten, mit silber- und goldfunkelnden Seiten, es ist ein Zwitterding zwischen Kunstwerk und Bilderbuch, und es hat seinen Preis: 638 Mark kostet die Normalausgabe, 1500 Mark die Luxusausgabe. Die verschlungene Rede weist hin auf Hundertwasser, alias Friedereich, alias Friedensreich, dessen verschlungenen Spuren im Land der Kunst Wieland Schmied gefolgt ist (Wieland Schmied: "Hundertwasser"; Verlag Galerie Welz, Salzburg; 320 S. mit 104 Abb. im Lichtdruckverfahren). Man kann es einen Akt der Kongenialität oder der Vergewaltigung nennen: Was der Autor Schmied und der Verleger Welz hier für und in Zusammenarbeit mit Hundertwasser geleistet haben, rechtfertigt sich allein in dem Satz, mit dem Schmied seinen weiträumigen Essay beschließt: "Hundertwasser ist einer der bedeutendsten europäischen Maler der Nachkriegszeit." Wer das auch findet, der zahlt dafür seinen Preis.

Petra Kipphoff