Nachdem Gicard d’Estaing erleichtert festgestellt hatte, daß alle anwesend seien, begrüßte er die Gäste und dankte ihnen, daß sie überhaupt gekommen waren. Dann wandte er sich Wilson zu und versicherte ihm, er habe sich seit ihrem letzten Treffen nicht verändert, worauf Wilson kühl erwiderte, sie hätten sich doch erst letzte Woche gesehen. Giscard entschuldigte sich bei Wilson und dankte ihm für seine Offenheit. Dann bemerkte er den Uyl und fragte, wie ihm Paris gefalle. Den wie sagte, er habe bisher nur Orly gesehen, dort habe es ihm sehr gut gefallen. Da mischte sich Thorn ein und erklärte, ihm gefalle Paris jedenfalls besser als Den Haag, und Den Uyl bedankte und bei ihm für seine Offenheit.

Giscard stellte nun fest, das sei eigentlich schon der Durchbruch, und wandte sich Moro zu, um ihn zu fragen, wie lange er bleibe. Moro erwiderte, er bleibe mindestens so lange Regierungschef, wie die Konferenz dauere. In diesem Moment bemerkte Giscard Schmidt und wollte von ihm wissen, wie es in Wladiwostock gewesen sei. Schmidt erwiderte, er sei selber nicht in Wladiwostock gewesen, habe aber in Washington erfahren, daß es in Wladiwostok sehr kalt gewesen sei. Giscard nickte und meinte, das habe er von Breschnjew auch schon gehört, und weiter: ob er auch davon gehört habe, daß es in Peking sogar außerordentlich frostig gewesen sei. Darauf sagte Schmidt, das habe er auch von Ford gehört. Nun mischte sich Cosgrave ein und sagte, Ford sei nicht in Peking, sondern in Tokio gewesen, könne das also nur vom Hörensagen oder von Kissinger selber wissen.

Nun wollte Giscard von Schmidt wissen, wie es in Washington war. Schmidt sagte, in Washington sei es prima gewesen, es sei viel gelacht worden, und Ford sei ein netter Kerl. Er erwähnte auch, daß es in Washington einen Einbruch gegeben habe, und konnte sich nach dieser gekonnten Anspielung auf Watergate das Lachen nicht verbeißen, worauf Wilson bissig meinte, die Deutschen hätten jetzt gut lachen, und dabei Moro ansah.

Dann zog Wilson aber Schmidt beiseite und wollte von ihm wissen, wer ihm neuerdings seine guten Witze mache; so einen Mann könne er jetzt in London brauchen. Aber Schmidt entwand sich Wilson, um Giscard zuzuflüstern, daß ihm Ford ausrichten lasse, er würde lieber nach Paris kommen, als Giscard bei sich zu empfangen, ob sich das umdisponieren lasse. Giscard versprach, er wolle sehen, was sich da machen lasse.

Giscard erkundigte sich dann bei einem Konferenzteilnehmer, ob der Mann in der Ecke womöglich Hartling aus Dänemark sei. Das bin ich selber, sagte dieser, und meinte noch, der Mann in der Ecke sei Cosgrave aus Dublin. Er war es – und kam nun näher, um die Mitteilung zu machen, unter der Konferenz ticke eine Zeitbombe, worauf Tindemans unwirsch rief, man sei hier nicht in Irland, sondern in ... dann fiel ihm zum Glück noch rechtzeitig "Paris" ein.

Da geschah das, was später viele als den eigentlichen Durchbruch ansahen: Wilson faßte Schmidt in die Rocktasche. Dieser ließ sich davon nicht aus der Fassung bringen, sondern meinte nur scherzhaft, England nehme sich wieder allerhand heraus. Dabei hatte Wilson nur nach Tabak für seine Pfeife gesucht. Nun klatschte Schmidt in die Hände, bat um Ruhe und erklärte die Konferenz für eröffnet. Als er bemerkte, wie Giscard erbleichte, meinte Schmidt, das sei nur einer seiner neuen Scherze gewesen. Damit war das Eis gebrochen, und Giscard gab den Weg zum Gipfel frei.