"Der lange Blonde mit den roten Haaren" vcn Claude Zidi

Hierzulande wäre daraus sicherlich nur eine dünne Paukerklamotte mehr geworden. Doch Pierre Richards spröder Witz und eine Handvoll skurriler Gags und Gimmicks machen diesen Film um einen geplagten Mathematiklehrer erträglich.

Burkhard Bütow

Dreimal Elia Kazan im Fernsehen

Zum 65. Geburtstag des alten Rebellen Kazan zeigt die ARD-Filmredaktion in dieser Woche drei seiner Filme, zwei davon als deutsche Premieren: "Ein Baum wächst in Brooklyn" (24. 12.), Kazans 1944 gedrehter Debütfilm, handelt vom Alltag einer New Yorker Kleinbürgerfamilie, gesehen mit den Augen eines Kindes; der semidokumentarische Kriminalfilm "Bumerang" (1946, 21. 12.) von einem politischen Mord in der neuenglischen Provinz. Die behutsame Poesie von "Ein Baum wächst in Brooklyn" und die etwas schwerfällige Aggressivität von "Bumerang" bilden einen reizvollen Kontrast zum rauschhaften Lyrismus von "Wilder Strom" (1960, 20. 12.), einem der schönsten Filme von Kazan. In "Wild River" spielt Montgomery Clift einen jungen Beamten der Tennessee Valley Authority, der in den dreißiger Jahren eine Farmerfamilie von ihrem Land vertreiben soll, das durch den geplanten Staudamm überflutet werden muß. Die Leidenschaftlichkeit von Kazans Stil, der nur selten den Verlockungen planer sozialkritischer Klischees erlag, war selten überzeugender als in diesem großen Melodram.

Hans C. Blumenberg

"Robin Hood" von den Walt Disney Productions