Die Amerikaner zwingen die kleineren europäischen Fluggesellschaften zu Einschränkungen bei ihren Atlantikflügen.

Seit über einem Jahr klagen die beiden großen amerikanischen Fluggesellschaften Pan American World Airways (Pan Am) und Trans World Airlines (TWA) über steigende Kosten und sinkende Nachfrage.

Doch sie belassen es nicht allein bei Klagen. Die beiden im internationalen Linienverkehr tätigen Gesellschaften wurden auch bei der zivilen Luftfahrt-Aufsichtsbehörde Civil Aeronautics Board (CAB) vorstellig und beantragten Subventionen. Aber die amerikanischen Wettbewerbshüter hielten die Kassen verschlossen.

Die Bosse von PanAM und TWA verfielen schließlich darauf, vom nächsten Jahr an ihre Flugpläne aufeinander abzustimmen. Bald war Diner jedoch klar, daß damit ihre Verluste von über hundert Millionen Dollar in diesem Jahr nicht auszugleichen sind. Sie liefern sich etwas Neues einfallen.

Seit zwei Wochen versucht das CAB, die kleineren europäischen Gesellschaften zu Einschränkungen ihrer Flugpläne zu bewegen. Als erste Gesellschaft wurde die holländische KLM gebeten, ihre Abflüge von Holland nach Amerika dem Aufkommen ihres Landes anzupassen. Auch bei der Swissair und den Skandinaviern wurden die Amerikaner vorstellig. Seit Montag verhandeln die Schweizer mit den Amerikanern.

Inzwischen wird den amerikanischen Flugzeugherstellern bange, Sie müssen befürchten, daß sich die kleineren Europäer, wenn sie ihre Luftflotte modernisieren und ergänzen müssen, an den wirtschaftlichen Nationalismus der Amerikaner erinnern und dann ihre Flugzeuge lieber in Europa kaufen werden. kde