Küpker: Ich sehe das VW-Werk vor allem als privatwirtschaftliches Unternehmen. Es muß das geschehen, was für das Unternehmen und damit auch für dessen Mitarbeiter gut ist. Dann hat letztlich auch das Land Niedersachsen seinen Vorteil.

  • Ist das nicht eine andere Politik als die, die Ihr Vorgänger in beiden Ämtern, Helmut Greulich, betrieben hat?

Küpker: Ich sehe das nicht so kraß. Aber Unterschiede in Teilfragen gibt es sicher. Herr Greulich gehört einer anderen Partei an (SPD) mit anderen wirtschaftspolitischen Vorstellungen. Darüberhinaus müssen Sie seine besonderen gewerkschaftlichen Beziehungen berücksichtigen.

  • Werden Sie also Ihr Urteil über unternehmerische Pläne des VW-Werks im Aufsichtsrat nicht in ein Fraktionsschema einpressen lassen?

Küpker: Nein. Es ist weder meine Aufgabe, zu Fraktionsbildungen beizutragen, noch sie überhaupt zu dulden. Wir müssen dem sogar entgegenwirken, Fraktionen abbauen. Es darf nur um die Sache gehen.

  • Auch im Vorstand?

Küpker: Natürlich. Aber über bestimmte Dinge, die ich im Vorstand vorgefunden habe, möchte ich nicht reden. In Wolfsburg muß endlich wieder Ruhe einkehren.