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Technologietransfer muß sich an den Bedürfnissen der Entwicklungsländer orientieren

Von Hans Matthöfer

Wenn wir fragen, ob wir den Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika bei ihren unlösbar anmutenden Problemen überhaupt wirksam helfen können, dann sollten wir daran denken, daß die Industrieländer über ein ständig wachsendes Potential von Wissen, technologischem know-how und von Menschen verfügen, die gelernt haben, Probleme zu analysieren und neue Lösungen zu erarbeiten. Innerhalb relativ kurzer Zeit ist es gelungen, Menschen zum Mond fliegen zu lassen, weil zwei Nationen sich herausgefordert glaubten, ihr wissenschaftliches und technologisches Potential, neben dem erforderlichen Geld, auf dieses Ziel zu konzentrieren. Ich meine, es wäre an der Zeit, einen Teil dieser Kräfte dafür zu verwenden, zwei Drittel der Menschheit bei ihrem Kampf zu untere stützen, menschenwürdige Lebensverhältnisse zu schaffen.

Die Herausforderung an das technologische Leistungsvermögen der Industrieländer besteht darin, daß nicht nur Technologien für die Interessen und Bedürfnisse in den Industrieländern entwickelt und einige dann, soweit dies den Interessen von Unternehmen entspricht, durch Investitionen, Lizenzverträge oder Handel übertragen werden. Die Herausforderung besteht zunächst darin, den Entwicklungsländern dabei behilflich zu sein, ein eigenes technologisches Potential aufzubauen, damit sie unabhängig und auf der Basis eines möglichst weiten Einsichtsvermögens selbst Entscheidungen über technologische Alternativen treffen und allmählich auch selbst Technologien erarbeiten und fortentwickeln können.

Zum zweiten sind die Industrieländer herausgefordert, ihre Technologien daraufhin zu überprüfen, ob sie den Bedürfnissen von Entwicklungsländern entsprechen, und geeignete Technologien diesen Bedürfnissen anzupassen. (Damit soll nicht gesagt sein, daß die bei uns angewandten Technologien immer auch unseren Bedürfnissen entsprechen. Ich glaube ganz im Gegenteil, daß wir sehr bald eine Diskussion über menschengerechte Technologien in unserem Land haben werden.)

Problem: Arbeitslosigkeit

Über die Anpassung von Technologien an die Bedürfnisse der Entwicklungsländer ist schon viel gesagt worden; dennoch meine ich, daß dieses Problem vor allem in der Praxis noch immer nicht genügend beachtet wird. Die Industrieländer sind jedoch in der Lage, im Hinblick auf die Bedürfnisse von Entwicklungsländern neue Technologien zu entwickeln. Dies scheint mir eine Aufgabe der öffentlichen Forschungspolitik zu sein, die bisher nicht mit dem genügenden Nachdruck gefördert worden ist.

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Eines der Hauptprobleme der Entwicklungsländer sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Statistiken über Arbeitslosigkeit in den Ländern der Dritten Welt sind vage Schätzungen, die nur unzulänglich eine Vorstellung von den Dimensionen des Problems vermitteln können. Ist ein Landarbeiter arbeitslos, der nur bei der Ernte eine Beschäftigung findet? Die Bewohner der ständig wachsenden Elendsviertel der großen Städte und Ballungsräume, die ständig auf der Suche nach einer Gelegenheitsarbeit sind, fallen sie unter die Rubrik arbeitslos?

Für 1980 rechnet das internationale Arbeitsamt (ILO) mit etwa 300 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, die versteckte Arbeitslosigkeit wird noch einmal mehrere hundert Millionen Menschen treffen. Dies ist eine schlimme Perspektive, nicht nur weil menschliche Arbeitskraft ungenutzt brachliegt; Arbeitslosigkeit bedeutet menschliche Not. Sinnvolle Beschäftigung kann dagegen Initiativen wecken, Lebensbedingungen zu verbessern, und sie kann Bildung und Fähigkeiten vermitteln.

Einen industriellen Arbeitsplatz zu schaffen, kostet in der Bundesrepublik zwischen 40 000 und 60 000 Mark, oft aber auch sehr viel mehr. Eine einfache Multiplikation, auch wenn man von anderen Voraussetzungen ausgehen muß, zeigt, daß die Entwicklungsländer nicht über genügend Kapital verfügen, um die erforderlichen Arbeitsplätze zu schaffen. Auch die Industrie- und die Ölländer könnten dieses Kapital nicht bereitstellen.

In Entwicklungsländern besteht Bedarf an arbeitsintensiven Technologien, während in den Industrieländern der Trend zu immer kapitalintensiveren Technologien geht, weil menschliche Arbeitskraft knapper und teurer wird, weil Massenproduktion gleichbleibender Qualität maschinelle Automatisierung voraussetzt, schließlich auch, weil menschliche Arbeitskraft mit Unwägbarkeiten verbunden ist, die im Interesse einer gleichbleibenden Kapitalverwertung verringert werden sollen.

Die Notwendigkeit arbeitsintensiver Technologien für Entwicklungsländer zu betonen, bedeutet natürlich nicht, Produktivität und Kostenfaktoren außer Betracht zu lassen. Es geht vielmehr darum, Beschäftigungsmöglichkeiten zu suchen, die bei geringen Kosten vergleichbare Steigerungen des Bruttosozialprodukts erwarten lassen. Vergleichsrechnungen zwischen kapital- und arbeitsintensiven Technologien führen häufig zu dem Ergebnis, daß arbeitsintensive Technologien entweder geringere Produktivität versprechen oder höhere Kosten verursachen. Diese Vergleichsrechnungen sind aber oft unvollständig und oberflächlich. Ein häufiger Fehler ist die künstliche Verbilligung des (Devisen-)Kapitals, indem man zum Beispiel Zinssätze unseres Kapitalmarktes oder gar der Entwicklungshilfe und die künstlichen Wechselkurse zugrunde legt.

Ein noch schwerwiegenderer Fehler ist, daß diese Berechnungen die Bedeutung der Beschäftigung und Entlohnung von sonst arbeitslosen Menschen nicht genügend bewerten. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen werden Menschen in die Lage versetzt, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Es entsteht Kaufkraft, und zwar eine Kaufkraft, die stärker den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht als bei der bisher vorherrschenden Konzentrierung der Kaufkraft bei einer kleinen Schicht von Reichen. Es darf auch nicht außer acht gelassen werden, daß Arbeitsplätze Bildung und Erfahrung vermitteln und daß ohne Arbeit sich keine Initiative zur Verbesserung der Lebensverhältnisse entfalten kann.

Arbeitsintensive Technologien oder Technologieverbesserungen sollten vor allem für die Arbeit in ländlichen Gebieten gesucht werden. Trotz der sprunghaft wachsenden städtischen Ballungsräume leben noch immer über 70 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern auf dem Lande. Die Theorie, daß die Entwicklung von modernen, industriellen Wachstumspolen beginnen und sich allmählich ausbreiten sollte, hat in der Praxis bisher versagt. In den Städten können nicht genug Arbeitsplätze geschaffen werden, um die vom Land zuströmenden Arbeitslosen zu beschäftigen.

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Hier ist auch eine Folge des gerade in Entwicklungsländern problematischen Wachstumsdenkens in globalen Zuwachsraten des nominalen Bruttosozialprodukts spürbar. In den Ballungsräumen wird sicher ein großer Anteil des monetären Bruttosozialprodukts durch industrielle Produktion, durch Dienstleistungen und durch Handel erzeugt. Damit ist aber keineswegs ein entsprechender Lebensstandard für die Masse der Bevölkerung verbunden. Die Grundbedürfnisse Ernährung, Wohnung, Bekleidung und Gesundheit werden auf dem Lande für die meisten Menschen mit sehr viel geringeren Mitteln besser befriedigt. In einer Zeit, in der sich weltweit ein Ernährungsdefizit und irreversible Zerstörungen natürlicher Ressourcen abzeichnen, sollten alle Kräfte darauf konzentriert werden, die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen in der Dritten Welt zu bewahren.

Falsche Vorbilder

Die Bedürfnisse der Menschen in den Entwicklungsländern sind das entscheidende Kriterium, an dem sich auch die Wahl von Technologien orientieren muß. Länder mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 100 Dollar oder weniger haben nun einmal andere Kaufbedürfnisse als Westeuropa oder die USA. Dennoch werden von den Industrieländern Technologien übertragen, die an den Bedürfnissen der Mehrheit der Bevölkerung vorbeigehen. Daran sind allerdings auch herrschende Schichten in Entwicklungsländern schuld, die dem Standard der Industrieländer nacheifern wollen, sei es, weil sie von dort ihre Bildung und ihre Wertvorstellungen bezogen haben, sei es, weil sie sich den wirklichen Bedürfnissen ihres Volkes nicht verpflichtet fühlen.

Darum klingt es auch nicht immer überzeugend, wenn sich Stimmen aus Industrieländern auf den souveränen Willen der Entwicklungsländer berufen. Die Mehrzahl der in den Entwicklungsländern lebenden Menschen hat keine oder nur geringe Möglichkeiten, ihre Bedürfnisse etwa durch eine am Markt wirksame Nachfrage zu artikulieren und so den Entwicklungsprozeß in ihrem Interesse zu beeinflussen. In den heutigen Industrieländern ist der Industrialisierungsprozeß von der Ausbeutung der Landwirtschaft begleitet oder vielleicht sogar durch sie erst ermöglicht worden. Dieses "Vorbild" sollte uns nicht dazu verleiten, die Entwicklungsländer heute bei völlig veränderten Verhältnissen auf einen ähnlichen Weg zu drängen.

Die Entwicklungsprobleme werden bei uns stark, um nicht zu sagen, einseitig volkswirtschaftlich betrachtet. Diese Betrachtungsweise wird um so problematischer, als sie sich dabei wiederum zu eng auf makroökonomische Daten und mathematisch formulierbare Zusammenhänge beschränkt. Entwicklung ist in der realen Wirklichkeit der Entwicklungsländer aber ein Prozeß, der mit der gesamten Fülle und Komplexität der natürlichen und sozialen Faktoren zu tun hat.

Der entscheidende Faktor im Entwicklungsprozeß ist der Mensch, seine Tradition, seine kulturellen Werte, seine Fähigkeit, neue Einsichten zu gewinnen, sich von herkömmlichen Verhaltensweisen zu lösen und seine Umwelt zu verändern. In den Industrieländern haben wir uns daran gewohnt, daß sich unsere Umwelt, unsere soziale Organisation und unsere eigene Verhaltensweise in immer kürzeren Zeiträumen verändert. Wir ibersehen, wie viele Jahrhunderte es gedauert hat, bevor die Menschen begriffen, daß es Naturgesetze gibt und daß mit ihrer Kenntnis die Umwelt systematisch verändert werden kann.

Die Menschen in den Entwicklungsländern haben diesen Lernprozeß noch vor sich. Technologien für Entwicklungsländer müssen der Träger dieses Lernprozesses sein. Die Spanne zwischen traditionellen handwerklichen Fähigkeiten und modernen Technologien ist so groß, daß sie nicht allein durch die ohnehin erst schwach entwickelte, formale Schulbildung überbrückt werden kann. Es müssen Technologien entwickelt werden, die das Einsichtsvermögen der Menschen nicht überfordern, die mit den vorhandenen Ressourcen nachgeahmt werden können und die daher auch Verbreitung finden können.

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Die chinesische Strategie ist häufig kritisiert worden, weil die handwerklichen "Primitiv"-Technologien nur mittelmäßige Ergebnisse ermöglichen und später dann doch industrielle Produktionsweisen größeren Maßstabs eingeführt werden müssen. Außer Betracht bleibt dabei aber der pädagogische Effekt, die Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, vor allem aber die Vermittlung der Leistungsinitiative und der Erfahrung, daß sich durch methodisch geplante Arbeit bessere Ergebnisse erzielen lassen.

Technologien sind die Anwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen innerhalb eines vorgegebenen Rahmens. Technologien gelten nicht abstrakt, wie Naturgesetze, sondern sie sind situationsgebundene Problemlösungen, wobei natürlich der Kranz der vorgegebenen Daten mehr oder minder variabel sein kann. Dies wird beim Transfer von Technologien häufig vernachlässigt, nicht notwendigerweise als Folge mangelnder Einsicht: Wer kaufen will, hat kein Interesse, die Begrenztheit der Verwendungsmöglichkeiten zu betonen.

In Entwicklungsländern herrschen andere klimatische Bedingungen, was zum Beispiel die Bedürfnisse und Technologien im Wohnungsbau, in der Bekleidung, in der Ernährung oder im Verkehr beeinflußt. Korrosionsanfälligkeit oder andere Materialeigenschaften gewinnen an Bedeutung. In Entwicklungsländern gibt es Rohstoffe, die in Industrieländern nicht vorhanden sind und deren Verwendbarkeit nicht ausgeschöpft worden ist. Medizinische Technologien sind in besonderem Maße von den Umweltbedingungen abhängig: unterschiedliche Krankheitsbilder, unterschiedliche Hygienestandards, unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten, unterschiedliche physische Belastbarkeit und so weiter.

Qualitätsstandards der Industrieländer sind häufig verfehlt, weil Spitzenqualitäten wegen fehlender Rahmenbedingungen nicht ausgenutzt werden können. Die Reparatur- und Wartungskapazitäten sind in Entwicklungsländern sehr viel schwächer und wenig differenziert; unschätzbares Kapital ist schon verschwendet worden, weil man Güter geliefert hat, die nicht ordnungsgemäß gewartet werden konnten.

Hierher gehört auch der Komplex der Umweltbelastung und der Zerstörung natürlicher Ressourcen. In vielen Entwicklungsländern ist die Natur besonders anfällig und gefährdet durch Eingriffe: In wüstennahen Regionen ist der Pflanzenwuchs wenig widerstandsfähig, und Schäden wegen der schnellen Erosion sind irreversibel. Bei den Versuchen, längs der Transamazonika Land urbar zu machen, ist Urwaldboden verkarstet. Bei hoher Luftfeuchtigkeit wirken sich Abgase besonders schnell aus. Wo das Wasser rar ist, gibt es nicht viel Spielraum für die Ableitung von Abwässern.

Andererseits sind die Entwicklungsländer nicht so besorgt über Umweltprobleme, wie wir es allmählich werden. Wo – wie im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan – die Menschen keine andere Verdienstmöglichkeit haben, als Holz zu schlagen, kümmern sie sich nicht darum, ob der Raubbau den Boden zerstört. Die Hungerkatastrophe in der Sahelzone ist durch Überweidung und mangelnde Naturpflege mindestens mitverursacht worden. Aber die Regierungen der Entwicklungsländer, die sich überwiegend möglichst rasches Wirtschaftswachstum zum Ziel gesetzt haben, befürchten – nicht ganz ohne Grund –, daß sie für die Umweltsünden der Industrieländer büßen sollen.

Die Umweltproblematik hat, mehr als auf den ersten Blick scheint, eng mit dem Technologietransfer zu tun. Dies gilt nicht nur für die Industrietechnologien, deren Emissionen in den Industrieländern im Mittelpunkt der Umweltschutzbemühungen stehen. Es gilt auch für Produkte. Eine Kraftfahrzeugdichte, wie wir sie heute in der Bundesrepublik haben, würde in Indien zur Smogkatastrophe führen. Vor allem aber werden wir darüber nachdenken müssen, ob es nicht erforderlich ist, in Entwicklungsländern einen aktiven Kampf gegen Erosion, gegen Versteppung, Küstenbildung und Vergiftung von Luft und Gewässern zu führen, um das ökologische Gleichgewicht der Erde insgesamt zu bewahren. Dies wäre eine neue Herausforderung an unsere technologischen Kapazitäten.

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Kein Machtmittel

Wer auf die Notwendigkeit hinweist, Technologien den Bedingungen in Entwicklungsländern anzupassen, gerät leicht in den Verdacht, daß er Technologien aus Industrieländern pauschal für ungeeignet hielte. Dabei steht es völlig außer Frage, daß es zu vielen unserer Technologien keine Alternativen gibt und die Entwicklungsländer auf sie angewiesen sind. Es muß insbesondere betont werden, daß auch nach unseren Maßstäben kapitalintensive und moderne Technologien in Entwicklungsländern das optimale Mittel sein können, um in einem Schlüsselbereich Fortschritte zu erzielen. Das Entscheidende ist aber, daß die Eignung von Technologien für eine gegebene Situation in einem Entwicklungsland unter allen aus der Sicht des Entwicklungslandes relevanten Gesichtspunkten geprüft werden muß. Diese Prüfung erfolgt heute noch zu selten. Die Lobbyisten der Industrieländer benutzen alle Methoden und Kanäle, um ihren Export zu steigern, und weder die Regierungen der Entwicklungsländer noch die der Industrieländer schieben diesem "Transfer" ein ausreichendes entwicklungspolitisches Prüfraster vor.

Das Forschungsministerium kann einen Beitrag zum Technologietransfer leisten, indem es gezielt Mittel einsetzt, um neue Technologien für Probleme von Entwicklungsländern zu entwickeln oder systematisch die für Bedürfnisse in Industrieländern entwickelten Technologien auf ihre Verwendbarkeit in Entwicklungsländern zu überprüfen. Häufig genannte Beispiele sind die Vorhaben zur Entwicklung eines wirtschaftlichen Verfahrens der Meerwasserentsalzung, zur Gewinnung von Sonnenenergie, neuartige Methoden der Bekämpfung von Krankheitsviren oder der Einsatz von Satelliten für Bildungsfernsehen oder zur Rohstofferkundung.

Es gibt keine pauschalen, abstrakt anwendbaren Formeln für den optimalen Technologietransfer aus der Sicht der Entwicklungsländer. Es gibt auch eine immaterielle Seite, die sich jeder objektiven Bewertung entzieht. Worauf es mir ankommt, ist, daß der Entscheidungsprozeß über den Transfer und die Entwicklung von Technologien bewußter aus entwicklungspolitischer Sicht beeinflußt werden muß.

In den Entwicklungsländern müssen Kapazitäten aufgebaut und entwickelt werden, die sich ein unabhängigeres und aufgeklärteres Urteil über technologische Alternativen bilden können. Transfer von Technologien in Entwicklungsländern darf nicht gleichbedeutend sein mit Export unserer Produktions- und Konsumweise um jeden Preis. Forschungspolitik zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen muß auch die in Entwicklungsländern lebenden zwei Drittel der Menschheit einbeziehen. Technologie darf nicht als Machtmittel eingesetzt werden, um die Abhängigkeit und den Entwicklungsrückstand der Dritten Welt zu zementieren.