Fiat setzt auf Diversifizierung auch bei den kleinen Modellen: Der 127, ursprünglich in einer einzigen Version (mit zwei Türen und normaler Kofferklappe) vorgestellt, ist heute in nicht weniger als sieben Varianten zu haben. So mit zwei, drei und vier Türen, mit 40 und 45 PS und mit einer aufwendigen Spezialausstattung.

Letztere wird bei uns vermutlich die größte Bedeutung von allen Neuerungen erlangen (von der dritten Tür abgesehen, die schon seit längerem lieferbar ist). Der 127 Special unterscheidet sich von der Normalausführung durch dickere Stoßstangen mit Gummileisten, durch einen Waben-Kühlergrill und verchromte Türgriffe sowie durch eine seitliche Zier- und Schutzleiste. Innen gibt es Teppichboden, eine Sichtblende über dem Kofferraum (beim Dreitürer), hintere Ausstellfenster, ein etwas anderes Armaturenbrett, ein gepolstertes Lenkrad und einen abblendbaren Innenspiegel. Das Wägelchen wirkt in der Special-Version zweifellos netter – mehr Nützlichkeit indes wird für die rund 500 Mark Aufpreis nicht geboten.

Mehr Nutzen dagegen verspricht der Viertürer. Hinten kann man viel besser hinein und hinaus, vor allem ältere Menschen begrüßen die eigenen Pforten für die Sitze im Fond. Diese Sitze bieten selbst auf längeren Strecken brauchbaren Platz – mit Frontantrieb und Quermotor hat gerade der 127 eine gute Raumausnutzung und 360 cm Außenlänge reichen für vier erwachsene Personen. Der Viertürer kommt übrigens aus der spanischen Seat-Produktion; auch der Zweitürer wird zum Teil aus Barcelona geliefert.

Letzte Neuerung ist der 40-PS-Motor (für Zwei- und Dreitürer, nicht für den Special). Die Verdichtung wurde von 9 auf 7,8:1 gesenkt, das 896-ccm-Motörchen (das schon im 850 zu finden war) leistet jetzt 40 PS bei 5400 U/min (statt 45 bei 6200 U/min). Die Spitzengeschwindigkeit sinkt auf 126 statt 141 km/st. Der Unterschied scheint gering, der 40-PS-Motor bietet aber deutlich weniger Fahrfreude als die 45-PS-Maschine. Immerhin: Wenn es auf Sparen sehr ankommt, kann die 40-PS-Version interessant sein. Mit ihr spart man im Jahr etwa 50 Mark an Versicherungsprämie ein, dazu begnügt sich das Auto mit Normalbenzin. Bei gleicher Verbrauchszahl Liter) ergibt sich eine Einsparung von etwa 50 Pfennigen pro 100 km oder im Jahr bei 15 000 km von etwa 75 Mark. Da auch Reifen, Bremsen und unter Umständen die ganze Mechanik länger leben, spart man mit den 40 PS im Monat reichlich einen Zehnmarkschein, Im Anschaffungspreis, ist der Spar-Motor nicht billiger: Der zweitürige 127 kostet unverbindliche 6890, der dreitürige (mit umlegbaren Rücksitzlehnen) 7190 Mark. –eck