Kurz vor Weihnachten ist in Nürnberg ein Unternehmen, dessen Produkte seit sechs Jahrzehnten junge Herzen unter dem Christbaum höher schlagen ließen, in eine schwere Existenzkrise geraten. Noch ist offen, ob Schuco gerettet werden kann.

Der Fall Schuco erinnert an die Krise des einst ebenso renommierten Hauses Trix, das vor Jahren seine Selbständigkeit eingebüßt hat, weil die Inhaber die Kapitalbildung vernachlässigt und einen übertriebenen persönlichen Aufwand getrieben hatten. Bei Schuco waren die Sünden offenbar die gleichen. Auch wenn sich dieser Fall nicht verallgemeinern läßt, so zeigen die Nöte Schucos doch, daß es in der Branche stärker kriselt, als es ihre offiziellen Wortführer wahrhaben wollen. Vor allem den engagierten Banken sollte diese Affäre eine Lehre sein. Sie sind mitschuldig am Schuldenberg von Schuco.