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Wer arbeitslos ist, hat Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn er der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht, die Anwartschaft erfüllt, sich beim Arbeitsamt arbeitslos gemeldet und Arbeitslosengeld beantragt hat.

Arbeitslosengeld wird längstens ein Jahr gezahlt; hierzu, ist eine Beschäftigung von drei Jahren Voraussetzung. Die Anwartschaft entsteht nach einer Beschäftigung von 26 Wochen; damit wird zunächst das Recht auf 72 Tage Arbeitslosengeld erworben. Die Dauer der Zahlung staffelt sich dann nach der vorangegangenen Beschäftigungsdauer.

Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich regelmäßig nach dem im letzten Monat der Beschäftigung durchschnittlich in der Arbeitsstunde erzielten Lohn und nach der regelmäßigen tariflichen wöchentlichen Arbeitszeit.

Seit dem 1. Januar beträgt das Arbeitslosengeld etwa 68 Prozent des Nettolohns. Dabei wird bei der Berechnung höchstens ein Bruttoverdienst von monatlich 2800 Mark berücksichtigt. Der höchste Unterstützungsbetrag beläuft sich auf rund 320 Mark wöchentlich.

Seit dem 1. Januar entfällt der Familienzuschlag für Kinder; an seine Stelle ist das erhöhte Kindergeld getreten, dessen Auszahlung davon unabhängig ist, ob der Empfänger erwerbstätig ist.

Da das Arbeitslosengeld erst von dem Tag an gezahlt wird, an dem der Antrag gestellt wird, empfehlen die Arbeitsämter, den Antrag möglichst schon vor Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses zu stellen.