Die Baader-Meinhof-Gefangenen haben ihren Hunger- und Durststreik aufgegeben. Die Aufforderung hierzu erhieltendie Häftlinge in einem anonymen Brief.

„an die gefangenen aus der raf

wir bitten euch, den streik jetzt abzubrechen, obwohl aus seinen objektiven – der stärke der reaktionären mobilisierung hier, dem klassenkampf von oben – und seinen subjektiven bedingungen – unterentwickelte klassenkämpfe, die korruption der Massenorganisationen des proletariats, einer schwachen revolutionären

linken – seine forderung, die Aufhebung der isolation, nicht durchgesetzt werden konnte.

versteht das als befehl.

tatsache ist, daß die möglichkeiten der legalen linken – aus ihrer defensive und Hilflosigkeit gegenüber dem neuen faschismus, Solidarität als waffe zu organisieren – in der korrespondenz zum aufbau der guerilla, der politik der raf, nicht genug entwickelt sind, der streik hat sie auch auf ihre Wahrheit gestoßen: die ohnmacht politischer Strategien, die die frage der initiative und Handlungsfähigkeit aus der Illegalität, die notwendigkeit bewaffneter Politik als die Verwirklichung von proletarischem Internationalismus hier, vor sich herschieben; so auf der Entwicklung unserer großen mobilisierung 68 in ihre niederlage:

die Zersplitterung, die sekten, die korrumpierung IN DER DEFENSIVE festgelegt bleiben.