Dienen Urlaubsreisen ins Ausland der Völkerverständigung? Die Frage gab Anlaß zu einer wissenschaftlichen Untersuchung:

Schriftenreihe für Tourismusforschung: „Auslandsreisen – Dienen Urlaubsreisen der Völkerverständigung Von Klaus D. Hartmann, Studienkreis für Tourismus, Starnberg, zu beziehen nur direkt beim Verlag, Preis 20 Mark.

Reisende wurden von Sozialpsychologen über ihre Auslandsreisen befragt, über ihre Vorstellungen und Eindrücke von europäischen Urlaubsländern. Dabei wurden zum Beispiel Motive für Auslandsreisen ermittelt (häufigstes Motiv: die Suche nach Erholung), aber auch die Sympathiegrade gegenüber den besuchten Völkern – an der Spitze gegenüber Schweden, Holländer und Fran-Spitze Jugoslawen, Italiener und Türken stehen am Ende.

Immerhin werden die europäischen Völker im Verhältnis zur eigenen Nation als die „übergeordnete größere Eigengruppe“ empfunden, im Gegensatz zu fremderen Gruppen außerhalb Europas, Resultat der Studie: Urlaubsreisen ins Ausland können durchaus zur Verständigung mit anderen Völkern beitragen, wenn „die Überzeugung vorhanden ist, daß ein solches Verständnis etwas Erstrebenswertes ist und als Kennzeichen eines modernen, fortschrittlichen Menschen gewertet wird.“

Außerdem erschienen bisher in der Reihe für Tourismusforschung: Wolfgang Meyer: „Ferntourismus – Vorstellungen über Ceylon – Kenia – Tansania – Tunesien als Urlaubsländer“, 20 Mark, und Ulf Zahn: „Tourismus in Spanien – Eine vergleichende geographische Untersuchung des Fremdenverkehrs an der spanischen Mittelmeerküste“, 28 Mark. M. M.