Auf der Welternährungskonferenz von Rom hat es im November kein Hoffnung spendendes Wort der reichen Ölstaaten für 400 Millionen Verhungernde in der Vierten Welt gegeben. Auch auf der Rohstoffkonferenz von Dakar am vergangenen Wochenende waren sich die Entwicklungsländer nur darin einig, von den Industriestaaten die Versorgung der Entwicklungsländer mit Nahrungsmitteln, technischen know how und Finanzen zu fordern.

Gewiß, mehr als neun Milliarden an arabischen Petrodollars sind im vorigen Jahr befreundeten Nationen zugesagt worden. Allein 83 Prozent dieser Summe gingen nach Ägypten, Jordanien und Syrien. Doch war es Entwicklunghilfe oder etwa Kriegshilfe?

Nur langsam scheint den Ölproduzenten die Erkenntnis zu dämmern, daß in den Wüsten kein Weizen wächst, daß Erdöl nicht satt macht. Die neue Strategie heißt darum: Mit einem Teil der bisher in den Industrieländern investierten Gelder sollen nun Kornkammern in Afrika geschaffen werden. Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht? In den Ohren der Armen, die durch arabische Solidarität nicht gerade verwöhnt sind, klingt es so.. Vy.