Wer eine Autoreise in die DDR plant (seit Ende letzten Jahres ist das für jeden westlichen Besucher möglich), sollte wissen, was ihn als Autofahrer drüben erwartet.

Wenn Sie sich am Zielort angemeldet haben, können Sie mit dem Auto fahren, wohin Sie wollen. Sie brauchen keine zusätzliche Haftpflichtversicherung und keine, grüne Versicherungskarte.

Sie dürfen 20 Liter Benzin im Reservekanister mitnehmen, aber natürlich auch in der DDR tanken. An den Intertank-Stationen kostet ein Liter Super 65 Pfennig (West), derselbe Kraftstoff kann aber auch mit Mark der DDR bezahlt werden, dann kostet ein Liter 1,50 Mark (Ost). An den übrigen Tankstellen können Sie mit Benzingutscheinen tanken. Man erhält sie bei den Wechselbüros und den Reisebüros der DDR.

Besuchen Sie Verwandte oder Bekannte in der DDR mit dem Auto, müssen Sie eine Straßenbenutzungsgebühr bezahlen (nicht wenn Sie eine DDR-Autoreise per Reisebüro buchen), die sich nach der Entfernung richtet und zwischen 10 und 50 Mark beträgt.

Um unnötigen Ärger zu vermeiden, sollten Sie die wichtigsten Abweichungen von den bei uns geltenden Verkehrsvorschriften kennen:

1. Striktes Alkohol verbot, also 0,0 Promille! Die DDR nimmt es mit diesem Verbot sehr genau, belegt schon geringe Vergehen mit hohen Strafen.

2. Höchstgeschwindigkeit für Autos auf. Autobahnen ist 100, auf Landstraßen 90, in Ortschaften, wie bei uns, 50 Kilometer in der Stunde.