Hervorragend:

John Williams“. Die Gitarre ist wieder „in“. Nostalgie und der neue Hang zum Selbermusizieren, Beat und der Einfluß aus Fernost, Soul und die Flucht vor sich selber mögen an der neuen Entwicklung mitbeteiligt sein, Künstler wie Segovia und Yepes haben die Reputation des Instruments aufgebessert, Schallplattenproduzenten entdecken die klassische Gitarren- und Lautenmusik ständig neu. John Williams, ein 34 Jahre alter Australier, Schüler von Segovia und der berühmten Schule von Siena, hat – anders als etwa Narciso Yepes – die Musiken des 17. und frühen 18. Jahrhunderts nicht mit den spätromantischen Empfindsamkeiten aufgeladen, spielt seine Technik aus, und die ist stupend. Vor allem in der Variation der Klangfarben und in der Brillanz der Intonation und Artikulation besticht sein Spiel. Er gibt einen Querschnitt durch die Gitarrenmusik von achtzehn Komponisten zwischen John Dowland (gestorben 1626) und Mikis Theodorakis. (CBS 77 355, 3 LP, 39,– DM) Heinz Josef Herbort

Hörenswert

John Abercombie: „Timeless“. Drei ebenbürtige, musikalisch ganz offenbar verwandt empfindende Musiker sind hier beisammen. Sie wirken am stärksten nicht durch ihre solistischen Figuren, die sie bisweilen mit akrobatischem Geschick vollführen, sondern im Trio-Spiel: mit einem präzisen Trommler

Berlin: „Hans Hartwig“ (Nationalgalerie bis zum 16. März, Katalog 12 Mark)

Berlin: „Eduardo Paolozzi“ (Nationalgalerie bis zum 6. April, Katalog 12 Mark)

Düsseldorf: „Konrad Klapheck“ (Städtische Kunsthalle bis zum 31. März, Katalog 20 Mark)