ET. A. Hoffmanns Erzählung „Der Sandmann“ eröffnet den ersten Band seiner „Nachtstücke“. Sigmund Freud hat diese Geschichte zu seinem Essay „Das Unheimliche“ inspiriert, Offenbach und Delibes lieferte sie Anregungen zu Oper und Ballett. Hoffmann hat seine Erzählung im Spätherbst 1815 niedergeschrieben, und aus jener Zeit stammt wohl auch diese Federzeichnung (eine der wenigen Selbstillustrationen Hoffmanns), in der die Eingangs- und Schlüsselszene des „Sandmanns“ wiedergegeben ist. Die Illustration ist eine von 168 Abbildungen des Bandes „E. T. A. Hoffmann – Lebensbericht mit Bildern und Dokumenten“, den Ulrich Helmke im Georg Wenderoth Verlag, Kassel, 1974, herausgegeben hat (188 S., 34,50 DM). Als Zweiter Vorsitzender der E. T. A. Hoffmann-Gesellschaft schien Helmke ein berufener Autor für dieses Unternehmen zu sein; leider ist sein Bildband eine Enttäuschung geworden. So gelungen sich auch Bildauswahl und Layout präsentieren, so lückenlos Hoffmanns Leben und Werk optisch vermittelt werden, so fehlergespickt sind die Informationen. Gera sei anerkannt, daß Helmke interessantes und wenig bekanntes Bildmaterial zum Thema Hoffmann-Illustrationen bietet, aber das rettet dieses Unternehmen nicht. Eckart Kleßmann