Die Januar-Bilanz der deutschen Investment-Fonds (siehe, nebenstehende Tabelle) war erstaunlich schön. Auch der Februar verspricht, für die Sparer ein Erntemonat zu werden. Ein Teil der Fonds konnte die im Börsenjahr 1974 erlittenen Verluste bereits wieder ausgleichen. Erstmals seit langer Zeit haben die international investierenden Fonds bessere Ergebnisse erzielt als die „Heimat-Fonds“. In den USA und vor allem in England sind die Kurse explodiert.

Aber auch den mit deutschen Aktien bestückten Fonds gelangen in den letzten Wochen akzeptable Wertsteigerungen. Interessant ist, daß es gerade die großen Fonds sind, die gut im Rennen liegen. Ihre angebliche „Unbeweglichkeit“ hat dem Anleger also nicht geschadet. Das ist leicht zu erklären. Bisher haussierten vor allem die international bekannten deutschen Papiere; Aktien mit kleineren Märkten nahmen erst später am allgemeinen Anstieg teil. Und gerade in kleineren Werten tummeln sich vornehmlich auch die kleineren Fonds.

Trotz der guten Ergebnisse leiden die Investmentfonds weiterhin unter Absatzmangel. Die enttäuschend verlaufenen letzten Jahre scheinen in der Anlegerschaft ein tiefes Mißtrauen gegenüber dieser Sparform hinterlassen zu haben. K.W.