Obwohl die deutschen Exporteure im vergangenen Jahr für einen Rekordüberschuß in der Handelsbilanz sorgten, geriet die Zahlungsbilanz, das Spiegelbild aller wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der übrigen Welt, zum erstenmal seit 1969 wieder in rote Zahlen. Das Defizit von 1,9 Milliarden Mark resultiert vor allem daraus, daß für 24,3 Milliarden Mark mehr Kapital von der Bundesrepublik ins Ausland floß als umgekehrt. 1973 wurde noch ein Überschuß von 11‚7 Milliarden Mark erzielt. Auch die deutschen Touristen, die ihr Geld im Ausland ausgaben, und die Gastarbeiter, die Teile ihres Lohns in die Heimatländer überwiesen, trugen zum Defizit der Zahlungsbilanz bei.

Quelle: Deutsche Bundesbank