Gastarbeiter verlassen die Bundesrepublik. Um 3,7 Prozent, so schätzt die Bundesanstalt für Arbeit, hat sich die Zahl ausländischer Arbeitnehmer seit dem Anwerbestopp vom November 1973 vermindert. Gleichzeitig hat sich aber die Zahl aller in der Bundesrepublik lebenden Ausländer um 4 Prozent auf 4,1 Millionen erhöht. Viele Gastarbeiter haben in der Zwischenzeit ihre Familien nachgeholt, um die für sie nachteilige Bestimmung der neuen Kindergeldregelung zu umgehen. Danach würden sie für ihre in den Heimatländern aufwachsenden Kinder weniger Geld bekommen als für die Kinder, die mit ihnen in der Bundesrepublik leben. Der Kindersegen der Gastarbeiter bereitet den Politikern zunehmend Kopfzerbrechen: Die Bundesregierung will jetzt, auch unter dem Eindruck von 1,2 Millionen Arbeitslosen, strengere Vorschriften über Zuzugsbeschränkungen, Familienübersiedlung und Aufenthaltsgenehmigungen erlassen. Eine Kommission von Staatssekretären aus fünf Bundesministerien wurde inzwischen mit der Ausarbeitung von Details beauftragt.